Mit diesem Tagebuch habe ich wegen meiner Ma begonnen, die 2007 an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankte, um den Verlauf zu dokumentierten. Aus einer aktiven, attraktiven, fitten Endfünfzigerin wurde im Laufe von fünf Jahren recht schnell ein völlig gelähmter, bewegungsunfähiger Mensch. Dabei funktionierte das Gehirn tadellos. Schon 2008 begannen massiv die Atembeschwerden, sie konnte nicht mehr sprechen. Zunächst kommunizierte sie mit einem kleinen Kommunikator mit Tastatur und Sprachausgabe, seit ihrer schnellen Erblindung innerhalb eines Jahres und der endgültigen Lähmung der Hände Anfang 2010 bis zu ihrem lange herbeigesehnten kläglichen Ende im Februar 2012 konnte sie nur noch schreien, wie ein Baby. Für sie bestand jahrelang gar keine Möglichkeit der Kommunikation, gelähmte ALS-Patienten verständigen sich eigentlich mit Augensteuerung am Computer!

Meine Kraft und den Ausgleich dazu finde ich in meiner kleinen Familie und beim Basteln und Gestalten.

Samstag, 25. Februar 2012

Licht im Tunnel?

Eine Ärztin rief abends an, da sie mit mir besprechen will, ob meine Ma ins Krankenhaus soll, weil es ihr schlechter geht und eine Lungenentzündung im Anmarsch ist, abgesaugt werden muss. Natürlich schicke ich sie nicht mutterseelenalleine ins Krankenhaus, wo keiner mit ihr umzugehen weiß. Schon damals bei den Katarakt-OPs waren die Schwestern sowas von überfordert, und da war ich immerhin dabei!
Nee, das kommt nicht in Frage. Keine Option!

Antibiotika bekommt sie diesmal keine, ich hoffe, dass sie wenigstens ausreichend dämmerig ist und nicht so viel mitkriegt - man steckt ja nicht drin (und sie ist definitiv nicht in der Lage, sie irgendwie verständlich zu machen).

Jetzt können wir nur abwarten, wie sich die Sache entwickelt ...

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen