Dieser neue Hype

um Alzheimer, nur weil ein Prominenter sich dazu bekennt, regt mich zurzeit ziemlich auf, denn wenn ich meine arme gottverlassene Ma im Heim liegen sehe, dann kann ich die, die "nur" Alzheimer haben, beglückwünschen. Den Leuten tut davon in der Regel nichts weh. Die, die Probleme damit haben, sind die Angehörigen bzw. Pflegenden. Sicher ist das anstrengend, mit Leuten umzugehen, die wieder zum Kind werden und Pflege benötigen. Es ist aber doch eher eine Zeitfrage und die Einschränkung der persönlichen Bedürfnisse, hinzu kommt, dass der Aufwand, den man als Betreuungsperson hat, nicht anerkannt wird - klar. Aber dem Betroffenen selbst ist das doch, außer in den "lichten Zeiten", ziemlich wurscht. Die Krankheit ALS ist doch da etwas völlig anderes, nicht so harmlos. Wenn man Schmerzen hat und diese - weil man ja dann wegen der Medikamente eine Atemlähmung bekommen könnte (was aber wiederum die eigentliche Todesursache letztendlich sein wird) - nicht ausreichend behandelt werden und man bei vollem Bewusstsein monate- nein jahrelang aufs Sterben warten muss ... das finde ich viel grausamer. Dagegen hätte ich nichts einzuwenden, wenn meine Ma "nur" Demenz vererbt bekommen hätte, aber nö, sie muss ALS an den Hals bekommen. Was hat sie verbrochen?
Schmerzhaft spastisch gelähmt, verkrampft und bewegungsunfähig von Kopf bis Fuß, blind, seit Jahren unfähig zu sprechen oder auch nur den kleinen Finger zu bewegen, ewig diese Magensondennahrung, ungeputzte Zähne, pilzzerfressen, ständig schweißgebadet ... also ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen.
Gibt es da noch was?

Demenz wäre so klasse gewesen ...

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