61. Geburtstag
Ein ganz, ganz merkwürdiger Geburtstag, an dem man noch nicht mal
ALLES GUTE wünschen kann.
Ich hatte nach ihrem letzten Geburtstag eigentlich nicht dran geglaubt,
dass sie noch einen erleben wird - schwer getäuscht!
Zu dritt waren wir heute Vormittag bei ihr am Bett im Heim, es herrschte allgemeine Beklemmung und Sprachlosigkeit. Nicht mal zu dritt traut man sich, ein normales Gespräch zu führen, keiner hat das Bedürfnis, sie in Verlegenheit zu bringen mit den alltäglichen Dingen, mit denen sie nicht mehr konfrontiert wird, man verkneift sich jede noch so harmlose Anekdote - an nichts kann sie mehr teilhaben, nichts erlebt sie, nirgendwo kann sie dabeisein ...
Auf der Rückfahrt beleuchteten wir noch mal die Möglichkeiten, ihre Qualen zu beenden, wobei ich ganz entschieden der Meinung bin, dass sie - wie ein normal-krankes Haustier - eingeschläfert werden müsste, den Schlauch durchschneiden könnte ich definitiv nicht. Ich kann keinen Menschen, der voll bei Bewusstsein ist, verhungern lassen. Also muss sie es schlicht und einfach aussitzen - keiner wird ihr Gnade gewähren ...
ALLES GUTE wünschen kann.
Ich hatte nach ihrem letzten Geburtstag eigentlich nicht dran geglaubt,
dass sie noch einen erleben wird - schwer getäuscht!
Zu dritt waren wir heute Vormittag bei ihr am Bett im Heim, es herrschte allgemeine Beklemmung und Sprachlosigkeit. Nicht mal zu dritt traut man sich, ein normales Gespräch zu führen, keiner hat das Bedürfnis, sie in Verlegenheit zu bringen mit den alltäglichen Dingen, mit denen sie nicht mehr konfrontiert wird, man verkneift sich jede noch so harmlose Anekdote - an nichts kann sie mehr teilhaben, nichts erlebt sie, nirgendwo kann sie dabeisein ...
Auf der Rückfahrt beleuchteten wir noch mal die Möglichkeiten, ihre Qualen zu beenden, wobei ich ganz entschieden der Meinung bin, dass sie - wie ein normal-krankes Haustier - eingeschläfert werden müsste, den Schlauch durchschneiden könnte ich definitiv nicht. Ich kann keinen Menschen, der voll bei Bewusstsein ist, verhungern lassen. Also muss sie es schlicht und einfach aussitzen - keiner wird ihr Gnade gewähren ...
Liebe Erika,
AntwortenLöschenich kann mich noch gut an den "letzten" Geburtstag meiner Mama erinnern. Bei mir im Blog gibt es darüber auch einen Eintrag unter "Demenz". Sie wollte uns nicht da haben ... war nicht besonders freundlich zu uns.
Weißt Du ... wenn man es so sieht wie Du, dann ist meine Mama (schon bei dem Gedanken bekomme ich einen Kloß im Hals) "verhungert und verdurstet". Ich fand es schrecklich, ganz schrecklich. Aber heute lässt man die Menschen so "gehen". Weil, so wurde es uns erklärt, wenn immer wieder Flüssigkeit, bzw. Nahrung gegeben wird, das sterben noch länger dauert, weil dem Körper immer wieder Energie zugeführt wird. Scheinbar, das habe ich aber erst im nachhinein erfahren, sind da die Ärzte geteilter Meinung.
Ich verstehe Dir so gut!!! "Aktiv" könnte ich DAS auch nicht!!!! Ich war schon froh, dass mir der Arzt damals die "entscheidenden Worte" abgenommen hat. ER hat sie ausgesprochen, ich nicht.
Ich wünsche Dir -wieder mal- viel Kraft!!!!
Liebe Grüsse
Angelika
Au weh, wie schwer! Erst 61. Und doch die Plage, 61 werden zu müssen.
AntwortenLöschenIch finde die richtigen Worte einfach nicht.
lg Tagpflückerin