Am Mittwoch
war Elternabend, dem einige Schulvertreter beiwohnten, um 1. für die jeweilige Schule zu werben und 2. die Anforderungen und Unterschiede zwischen Gymnasium und Mittelschule zu erläutern bzw. die "Durchlässigkeiten" im sächsischen Schulsystem. Auch ein privates Gymnasium war "anwesend".
Alle Schulen hatten bestimmte Bildungsschwerpunkte, die mein Interesse leider nicht weckten, um meiner Tochter gerecht zu werden. Sie soll kein Sportler oder Künstler werden und auch kein Informatiker - ok, in bestimmtem Maße ist vor allem letzteres schon nötig - aber mir geht es um eine eher literarische und fremdsprachenorientierte Ausbildung. Diese Neigung zeigt sich jetzt schon recht deutlich und warum soll ich die anderweitig verschwenden?
Na, da bin ich wirklich gespannt, ob sich in dieser Hinsicht noch etwas ergibt... leicht wird es sicher nicht.
Besonders rächt es sich in den nun wieder geburtenstärkeren Jahrgängen, dass jahrelang Schulen geschlossen wurden. In Dresden hängen an die 200 Schüler in den 5. Klassen noch in der Luft, die bisweilen keinen endgültigen Schulplatz haben. Und es werden in den kommenden Jahren noch mehr. Kaum möglich also, den gewünschten Platz zu ergattern. Wenn man nicht gerade ein behindertes Kind hat oder schon Geschwister in der (öffentlichen) Schule, entscheidet das Losverfahren, wer eingeschult wird.
Und die privaten Schulen suchen sich ihre Schüler aus.
Lehrer werden will auch keiner mehr, die Lehrer sterben aus.
Das war doch mal sehr aufschlussreich...
und niederschmetternd zugleich.
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