Ich bin nun wieder

in der Verfassung, über die vergangenen Tagesereignisse zu berichten. Die letzten Tage waren schon ziemlich bedrückend für mich.

Am 24. holten wir meine Ma aus dem Heim zu uns - bzw. ließen sie bringen. Der Transport war ja schon eine Weile bestellt, ich war nur eben nicht bereit alleine zu entscheiden, ob wir ihr das "antun" sollten. Glücklicherweise bekam ich im Heim von einer Pflegerin den Anstoß es doch zu tun. Sie sagte mir "...wenn ich die Tochter wäre, würde ich es machen..."
Also dann mal los...

Um 15:30 etwa kam sie Heiligabend bei uns an, es waren zum Glück zwei Johanniter, denn sonst hätten wir uns ziemlichen einen abgebrochen, um sie die paar Treppen hochzuwuchten in ihrem unhandlichen Pflegerollstuhl. Eigentlich war ich davon ausgegangen, es ihr irgendwie erträglich machen zu können, durch herumprobieren an dem eigentlich recht vielseitig verstellbaren Rollstuhl, aber entweder hat sie wie immer geschwitzt wie verrückt oder es gab wirklich keine angenehme Stellung, jedenfalls hatte sie kaum eine ruhige Viertelstunde, dann fing sie immer wieder an zu jammern. Die Beine zog es immer krampfartig nach oben, und ich bekam nicht heraus, wie ich ihr die Füße einigermaßen lagern sollte. Fußbank - Sitzsack, nichts zufriedenstellendes dabei. Außer beruhigendes Streicheln, das funktionierte noch ganz gut.
Nach 18 Uhr, als die Schmerzmittel gar nicht mehr wirkten, da war es dann ganz aus...
Die letzten 2 Stunden waren nur noch Quälerei für sie. Sie wurde erst wieder ruhig, als sie nach draußen geschoben wurde und der Johanniter die Vorbereitungen für die Abfahrt traf. Er musste noch eine Rücksitzbank ausbauen und sie bei uns im Haus lassen, damit der Rollstuhl reinpasste...
Jedenfalls haben wir die 3 Johanniter, die dann später kamen um die Bank wieder einzubauen, noch auf einen Kaffee reingebeten - alles wirklich ausgesprochen liebenswerte Jungs. Sogar die große Tochter war angetan von ihnen...

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