Mit diesem Tagebuch habe ich wegen meiner Ma begonnen, die 2007 an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankte, um den Verlauf zu dokumentierten. Aus einer aktiven, attraktiven, fitten Endfünfzigerin wurde im Laufe von fünf Jahren recht schnell ein völlig gelähmter, bewegungsunfähiger Mensch. Dabei funktionierte das Gehirn tadellos. Schon 2008 begannen massiv die Atembeschwerden, sie konnte nicht mehr sprechen. Zunächst kommunizierte sie mit einem kleinen Kommunikator mit Tastatur und Sprachausgabe, seit ihrer schnellen Erblindung innerhalb eines Jahres und der endgültigen Lähmung der Hände Anfang 2010 bis zu ihrem lange herbeigesehnten kläglichen Ende im Februar 2012 konnte sie nur noch schreien, wie ein Baby. Für sie bestand jahrelang gar keine Möglichkeit der Kommunikation, gelähmte ALS-Patienten verständigen sich eigentlich mit Augensteuerung am Computer!

Meine Kraft und den Ausgleich dazu finde ich in meiner kleinen Familie und beim Basteln und Gestalten.

Donnerstag, 1. März 2012

Erledigt

alles soweit. Ich war gut vorbereitet, also musste ich nicht lange alles zusammensuchen.

Inzwischen steht der Termin für die Beisetzung - es wird der 22. März, 13 Uhr 15 sein. Ein Donnerstag (und Neumond). Eine dunkelrote Urne ohne irgendwelchen Schnickschnack drauf haben wir gewählt, die Musik wird ein toller Gitarrist aus der Künstleragentur beisteuern.
Da sie auf die Blümchenwiese wollte, der Friedhof, auf dem sich ihre Verwandschaft tummelt, aber keine mehr hat, wird es nun ein anderer, aber auch in erreichbarer Nähe für alle.

Ich werde ein Kondolenzbuch machen, habe schon alle informiert, dass sie sich darauf einrichten können. Ich dachte, jeder hat vielleicht ein gemeinsames Foto in seiner Fotokiste, das ins Buch kann, ein Spruch oder eine kleine Anekdote wäre auch schön. Ich bin gespannt, was sich dadurch ergibt und ob sich das Buch hübsch füllt. Je persönlicher und fröhlicher desto besser (- finde ich).

Ein schönes Bild zum Aufstellen für die Beisetzung werde ich noch suchen, aber ich denke, ich hab es schon ...

Die Danksagungskarten mache ich auf alle Fälle selbst, ob ich Trauerkarten verschicke, weiß ich nicht. Eher nicht, wissen ja soweit alle Bescheid.

2 Kommentare:

  1. Ich habe gerade eben erst gelesen, dass deine Ma nun endlich erlöst ist. Ich bin froh für euch, dass dieser schwere, quälende Weg nun endlich ein Ende gefunden hat.
    In Gedanken bei euch,
    Tagpflückerin

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  2. Endlich muss sie sich nich mehr quaelen.Ich denk an euch.
    LG Petra

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